Dronestagram oder: Die Welt von oben.


Gleich vorweg: ein wenig freaky ist das Ganze. Aber spannend. Es geht um Dronestagram, eine neue Verästelung der sozialen Netzwerke mit dieser Funktion: „Share your best aerial pictures viewed from a drone.”


Da es um Bilder und Filme geht, lehnt sich der Name der Plattform geschickt an die weitaus bekanntere Bilder- und Video-Plattform „Instagram“ an. Ihr Ursprung: ausnahmsweise mal nicht Amerika sondern Frankreich. Und das gibt es zu entdecken: Fotos und Filmaufnahmen, die mit ferngesteuerten, meist Amateur-Drohnen aufgenommen und auf der Plattform gepostet werden. Vor allem die Videos zeigen: Hier werden ganz neue Blickwinkel auf die Dinge möglich, vor allem im Sportbereich, wenn die Drohne dem Sportler oder dem Sportgerät folgt. Näher und direkter kann man eigentlich nicht dran sein. Deshalb unsere Empfehlung: unbedingt mal reinschauen!

Der Begriff „Drohne“ ist zunächst irreführend. Drohnen sind per Definition unbemannte, ferngesteuerte, meist militärische Luftfahrzeuge, die sowohl der Aufklärung als auch dem bewaffneten Einsatz dienen. Seit einigen Jahren verbreiten sich allerdings ferngesteuerte sogenannte Quadrocopter, die vier oder noch mehr nach oben gerichtete Propeller aufweisen. Angetrieben werden sie durch Elektromotoren und Lipo-Akkus. Die Bedienung ist, verglichen mit ferngesteuerten Modellflugzeugen oder -Hubschraubern relativ einfach. Steuern lassen sie sich mit speziellen Fernbedienungen oder teilweise auch iPads. Aber nicht nur das: Viele Quadrocopter sind mit Kameras ausgestattet und ermöglichen auf simple Weise Luftaufnahmen. Und das macht SPASS!

Was wird gefilmt und aufgenommen? So ziemlich alles! Berühmte Bauwerke, spektakuläre Landschaften, Städte, Sport, Veranstaltungen und Konzerte und und und... Zugegeben: Nicht alles was auf Dronestagram zu sehen ist, ist wirklich sehenswert, manches ist banal, einige Videos wackeln merklich, weil der Pilot wenig Erfahrung hat oder weil der Wind kräftig bläst.

Bemerkenswert ist vielmehr die neue und doch ganz alte Lust am Luftbild. Sich über die Dinge zu erheben, einen neuen Blickwinkel zu erlangen und sich wie ein Vogel durch die Luft zu bewegen, ist ja eigentlich ein ganz alter Menschheitstraum, dem man nun mit einem Quadrocopter etwas näher rückt. Auch wenn man selbst am Boden bleibt.

Und nun zur Frage nach der marketing- und werbetechnischen Relevanz: Schwer zu sagen. Besser: Denken wir uns was aus! Im Werbefilm haben die Drohnenaufnahmen ja schon länger Einzug gehalten. Professionelle Anbieter filmen darüber hinaus Firmengebäude aus verschiedenen Perspektiven oder liefern dynamische Kamerafahrten für den Imagefilm. Die Frage ist also: Was ist sonst noch denkbar? Wie lassen sich spektakuläre oder traumhaft schöne Kamerafahrten für die Werbung nutzen? Und zwar solche, die mit keinem Hubschrauber und keinem Flugzeug machbar wären, weil zu groß? Welche Mikro- und welche Makrokosmen lassen sich öffnen? Sicher ist: Sie werden geöffnet werden, früher oder später... Freuen wir uns darauf!

www.dronestagr.am

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25. November 2014 | weiss urban