Marke Deutschland. Bares Geld wert – Erwiesenermaßen!


Wie eine aktuelle Studie der HTP St. Gallen und der Agentur Jung von Matt ergab, können Waren „Made in Germany“ auf globalen Märkten mit einem Preispremium von 10 bis 20% verkauft werden.

„Made in Germany“, das ist eine Marke, zu deren „Produkten“ täglich Millionen Menschen auf der ganzen Welt greifen. Dabei fallen dem Otto Normalverbraucher bei dem Wort „Marke“ in der Regel Konzerne wie Coca Cola, Mercedes-Benz oder Apple ein. Dass es in dieser Welt aber viel mehr Marken gibt und jeder sich im Alltag Dutzende Mal für die eine und gegen die andere Marke entscheidet, ist den meisten Menschen kaum bewusst. Denn der Lieblingsbäcker, -friseur oder das liebste Klamottenlabel wird selten als „Marke“ erkannt. Auch die Marke „Made in Germany“ ist für viele Menschen keine. Sie ist vielmehr ein Versprechen für besonders gute und wünschenswerte Attribute.

Dabei ist es eine wunderbare Ironie der Geschichte, dass diese Marke 1887 von Großbritannien eingeführt wurde, um die Produkte aus dem Ausland, insbesondere deutsche Waren, zu brandmarken. Die deutschen Artikel entpuppten sich aber schnell als besonders zuverlässig, funktional und sicher. In den 1950er Jahren wurde „Made in Germany“ endgültig zu einem Qualitätssiegel – und ist es noch heute.

Doch, was bedeutet es, wenn auf einem Produkt „Made in Germany“ aufgedruckt, angenäht, aufgeklebt oder eingeprägt ist? Diese Frage möchte die Europäische Union klären und eindeutige Kategorisierungen zuweisen. Denn bisher sagt das Markensiegel „Made in ...“ aus, dass das genannte Herstellungsland das Land der letzten wesentlichen Fertigung ist. Sollte die EU die Pläne durchsetzen, dass „Made in ...“ eine Aussage darüber trifft, wo der größte Teil des Produkts gefertigt wurde, müsste wohl so mancher Artikel umetikettiert werden.

Dabei gibt es bereits Firmen, die ihre Produkte in Deutschland entwerfen, entwickeln, herstellen, verarbeiten und verpacken. Viele Unternehmen gehen sogar einen Schritt weiter: So sollen die Menschen, die die Produkte in Deutschland herstellen nicht billige Lohnarbeiter, sondern gut ausgebildete Fachkräfte sein. Und die verwendeten Materialien und Rohstoffe müssen höchsten nationalen und internationalen sowie ethischen Standards gerecht werden. Deshalb werben diese Unternehmen selbstbewusst mit „Made in Germany“ – laut der zitierten Studie offenbar aus gutem Grund.

Was heißt das alles für das Markenbild des Otto Normalverbrauchers? Auf die Entscheidungen der EU hat er wenig Einfluss. Aber auch „Germany“ ist eine Marke, deren Ruf laut der Studie übrigens nicht ganz so gut ist wie der ihrer Produkte: Liefern sich deutsche Waren und Dienstleistungen mit denen aus der Schweiz ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitze, rangiert Deutschland im Sympathie-Ranking gleichauf mit den USA oder Japan. Ob wir wollen oder nicht – als Markenbotschafter für Deutschland tragen wir alle jeden Tag zum Image unseres Landes bei. Und da gibt es noch eine Menge für uns zu tun – auch in unseren erfolgreichen Unternehmen.


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08. Mai 2014 | weiss urban